E-1-295

Antragsteller*innen: Oberfranken

Betrifft die Antragszeile 295

ÄA zu E1:

füge ein auf S. 49 nach Z. 295:

c) Europäische Bildungspolitik – Zugänglichkeit zu Europa schaffen

Das Bologna-Abkommen hatte zwar einige gute Ansätze, es ist im Großen und Ganzen jedoch nicht erfolgreich gewesen. Neben der Gleichstellung mit Berufsausbildungen benötigt es noch einige weitere Veränderungen, um eine gute Qualität im Bildung zu ermöglichen. Dazu zählen folgende Reformen:

  • Schule: Das Erasmus-Programm soll Schüler*innen die Möglichkeit geben einige Monate an einer Partnerschule im Ausland zu verbringen. Dafür müssen die europäischen Schulsysteme mindestens dahingehend angeglichen werden, dass dreigliedrige Schulsysteme nicht mehr möglich sind.
  • EZPB: Wir setzen uns zudem für die Gründung einer “Europäischen Zentrale für Politische Bildung” ein, die in allen europäischen Staaten kostenfreie Seminare und Workshops anbietet. Dabei sollen alle Themen der Politik behandelt werden und Menschen aktiviert werden, sich in politische Prozesse einzubringen.
  • Studium:
    • Damit sich Studierende ihr Studium leisten können, ohne in Armut leben zu müssen, setzen wir uns für ein europäisches Fördergeld für Menschen in Ausbildung ein. Dieses Geld soll nach dänischem Vorbild als Vollzuschuss ausgezahlt werden und sich nach den Lebenshaltungskosten im Studienland richten.
    • Studierende, die dauerhaft in einem anderen europäischen Land studieren, sollen zudem finanzielle Unterstützung für Fahrten in ihr Herkunftsland erhalten. Hochschulen sollen dazu verpflichtet werden, im Ausland belegte Module anzuerkennen. Die Willkür der einzelnen Prüfungs- oder Studiengangsausschüsse muss beendet werden!
    • Die Regelstudienzeit soll nicht länger dazu verwendet werden können, Fördergelder zu kürzen oder Zwangsexmatrikulationen durchzuführen. Die Regelstudienzeit soll lediglich garantieren, dass Studierende in dieser Zeit die Möglichkeit erhalten, alle benötigten Credit Points zu erbringen.
    • Wir möchten Zensuren abschaffen und das wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten fördern. Zusammen mit einer massiven Erhöhung der Ausgaben für Bildung und einer deutlichen Erhöhung des Personals an Hochschulen wird es möglich sein, individuelles Feedback an Stelle von Zensuren zu vergeben.

Beschluss:

abgelehnt